Und auch traditionell kann man schon sagen, folgten der Einladung nur die Marine-Jugend Aschaffenburg und die Marine-Jugend Hof/Saale. Im Rahmen des Zeltlagers wurde gleich am ersten Wochenende die Frühjahrsregatta des Landesverbandes Baden-Württemberg der Deutschen Marinejugend durchgeführt. Die 16 „Hofer“ legten von ihrem Heimathafen am Untreusee ab mit einem 420er, einem Piraten und drei Optis im Schlepptau. Einer davon wurde zur Opti-Ausbildung an die MJ Aschaffenburg ausgeliehen. Leider musste der vereinseigene Kutter zu Hause bleiben, weil gerade in der Werft befindlich. Nach sechs Stunden Fahrt und nach 500 Kilometern oder 270 Seemeilen, erreichten wir den Jugendzeltplatz „Heinrich Suso“ in Konstanz/Litzelstetten. Petrus meinte es ebenfalls zunächst gut mit den Teilnehmern, so dass sie unmittelbar nach der Einnahme des obligatorischen Einlaufbieres für die Erwachsenen und des antialkoholischen Äquivalents für die Jugendlichen mit den Stuttgartern Freunden bei Sonnenschein ihre Zelte aufstellen konnten. Ein herzliches „Ahoi“ gab es dann auch zu späterer Stunde am Lagerfeuer mit den Freunden aus Aschaffenburg, die mit 8 Teilnehmern gekommen waren, den „super Ulmer Jungs“ von der MJ Ulm und der MJ Tübingen. Am Samstagmittag fanden sich dann die Steuerleute zur Steuermannsbesprechung unter der Regattaleitung von Michael Winkler (MJ Ulm) ein. Bei gutem Wetter und relativ wenig Wind wurden die entsprechenden Wettfahrten gesegelt. Die Marine-Jugend Hof schlug sich unter den Optis tapfer und belegte mit den Zwillingen Dirk und Hannes Emtmann von 14 Plätzen Rang 3 und 4. Der Hofer Pirat belegte in der Ausgleicher-Junioren-Klasse unter Steuermann Vinzenz Hopf und Vorschoter Paul Bannasch den 3. Platz. Bei der Extra-Wertung in der 420er-Klasse erreichten Konstantin Hopf und Martin Radenz den 5. Platz. Der Montag wurde noch zum Segeln genutzt und dabei konnten auch die jüngsten Mädels Lisa und Angelina für das Optisegeln begeistert werden. Nun wird die Anzahl der MJ-Optis langsam knapp.....! Erwähnenswert sind natürlich auch wieder die Kochkünste von Smut Detlef der einigen eine ganze Menge Hüftspeck verpasste! Dienstag bis Donnerstag waren geprägt von Regen, Temperaturen um 13 Grad, sodass nicht einmal ein Lagerfeuer brennen wollte, um etwas auf Temperatur zu kommen. Mit Besuchen der Therme und der Altstadt Konstanz, diversen „handfesten“ Geselligkeitsspielen und natürlich mit dem Üben an der Knotenbahn wurden die drei tristen Tage überbrückt und der „Lagerkoller“ unterdrückt. Die Abende klangen mit viel Rees an Steuerbord, Akkordeonmusik und Shantys aus. Hierbei waren die Teilnehmer bereits so gut, dass sie kurz vor der Gründung eines vereinsübergreifenden Shantychors standen. Schnell war auch der Name „Backschafters“ für die Sänger gefunden. Der Freitag wurde nochmals für Seesportaktivitäten genutzt, bevor am frühen Abend die Optis wieder im Bauch des Vereins-Lkw verschwanden und die Jollen aufgeladen wurden. Nach einem zünftigen Abschiedsabend am Lagerfeuer erfolgte die Abreise am Samstag nach dem Frühstück und dem Abbauen der Zelte. Ein Dank gilt natürlich wieder an die Crew der MJ Stuttgart für die vorzügliche Organisation und Bewirtung der insgesamt 55 Teilnehmer. Eins steht fest! Wir sind wieder dabei! Text & Fotos: A. Spörl |